about

“Når man så går op over klitten får man for det første vuet ud over Blåvandshuk, som meget lidt kan slå. Men det understreger stedets storhed at se Ingrid Ogenstedts ”Gata” som en port til Nordsøen midt på stranden. Man kan både se, hvor stor den er, og hvor lille den forekommer i de omgivelser. Værket bliver på den måde næsten lige så dragende og overvældende for mig som som monolitten har på menneskeaberne (og siden astronauterne på Månen) i Stanley Kubricks ”Rumrejse år 2001”. Selv om Gata står i forgængelige tag-tække-rør kunne jeg ønske mig, at dette værk fik lov at blive stående længe efter udstillingens udløb.”
– Adrian Hughes –

http://www.waddentide.dk/wadden-tide/adrian-hughes-om-wadden-tide.asp



“Mange av kunstnerne laget fine arbeider i år. Et spesielt sterkt
kunstverk for Ane Øverås var Ingrid Ogenstedt sin skulptur Dirtthrow.
– Da jeg så skulpturen første gangen slo det meg rett i brystet. Både av
kraften og styrken i formen, og den skjulte sårbarheten som ligger fanget inni. Volumer buler og forandrer seg når du går rundt den. Jeg tenker umiddelbart på Anna Eva Bergmanns grafikk med former som sprenger rammen og er nær ved å briste. Min nå avdøde læremester i skulptur, Henri Murail fra Vendee i Frankrike, forklarte at en form skal fylles til sitt maksimale potensiale, enten volumet er konvekst eller konkav. Det er sjeldent at et kunstverk har truffet meg så hard som dette. Som en ur-lyd rungende inni kroppen min. Under åpningen var det flere som omfavnet skulpturen.”

http://sekunst.no/Se_Kunst_Magasin_03_2019_12_190927.pdf


“In einem Zeitalter, in dem dank der Digitalisierung die Kunst und ihre technische Reproduzierbarkeit fast untrennbar geworden sind, bilden die Werke Ingrid Ogenstedts einen erfrischenden Kontrast. Während die gegenwärtige Kunstszene die Grenzen des „post-internet“ und des Virtuellen untersucht, nähert sich die schwedische Künstlerin immer mehr an das Konzept der Materie an: Schon in ihrer ersten Installation und Ausstellung als Meisterschülerin von Professor Ingo Vetter formte sie verschiedene größere Gebilde mit dem Titel „Strukturen, Adaption II“ aus Torf. Dasselbe Material wurde für zahlreiche Arbeiten genutzt bis sich die Künstlerin anderen Stoffen wie Lehm, Erde und Schilfrohr widmete, mit denen sie Kunstwerke sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel erschuf. 

Auf den ersten Blick könnte man die Werke Ogenstedts als „land-art“ bezeichnen, jedoch wird die Kategorie den Werken nicht gerecht. Im Vergleich zur Landschaftskunst sind die Werke der schwedischen Künstlerin weder monumental, noch trifft man sie ausschließlich in der freien Natur an. Darüber hinaus kann ihr Werk kaum allein durch eine fotografische Abbildung erfasst werden, da es seine Wirkung vor allem durch die unvermittelte, „reale“ Präsenz entfaltet. Wenn wir uns zum Beispiel ihre neue Installation „Wachstum“ anschauen, haben wir es mit einem sinnlich wahrnehmbaren Objekt zu tun, das nicht nur an den Sehsinn appelliert: Die zwei Grasobjekten haben einen deutlichen Eigengeruch, sie sind feucht, sie ändern ihre Farbe mit der Zeit, sie sind lebendig, aber nicht für immer. Die Werke zwingen dem Betrachter also gleichsam ihre Nutzung auf, ein Teil der Arbeit kann verloren gehen, wenn am sensuellen Diskurs nicht (vollständig) teilgenommen wird. 

Zudem finden wir in Ogensteds Werken eine gewisse handwerkliche Intimität. In dem aufwendigen Schaffensprozess lässt sich eine psychologische Beziehung der Künstlerin, die ihr häufig dem Boden entnommenes Arbeitsmaterial selbst zusammensucht, zu ihrem Werk erkennen, die von diesem dann auch selbst ausgestrahlt wird. Die praktische Recherche und das Modellieren, das wortwörtliche Gestalten des Kunstwerks ist in der endgültigen Arbeit sehr präsent.

Mit der Arbeit von Ingrid Ogenstedt stellen wir also nicht nur infrage, was wir heutzutage unter Kunst verstehen, sondern auch, wie wir im Allgemeinen an die Wirklichkeit herangehen. In der Gegenwart ihrer Werke sind wir gezwungen, eine menschliche Reaktion zu haben, sei es Ekel, Liebe, Frieden oder Hass, wir müssen also reagieren, kommunizieren, gegebenenfalls den Raum verlassen. Dennoch können wir ausschließlich durch eine Kunst wie diese verstehen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.”

 – Giorgio Ferretti –